
Klaus Lang hat in seiner Landtagswahl-Analyse den Werdegang der in Baden-Württemberg beschleunigt verschwindenden Sozialdemokratie bereits skizziert; sie kletterte gerade noch über die Fünf-Prozent-Hürde. Nun kann argumentiert werden, wie hätte die Sozialdemokratie mit ihrem Spitzenkandidaten Andreas Stoch diesen quantitativen Niedergang verhindern sollen, hat sie doch potentielle WählerInnen, die machtpolitisch intelligent sind. In Anbetracht des Duells Cem Özdemir-Grüne/Manuel Nagel-CDU wanderten gezwungenermaßen etwa 110.000 WählerInnen von ihrer SPD, ohne jegliche Regierungsoption, zu den Grünen, um Nagel zu verhindern, und 50.000 potentielle SPD-WählerInnen zur CDU, um wiederum Özdemir zu verhindern. Jedoch: Diese Zahlenwanderung führt zu einem Problem, das tiefer einschneidet.
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