Aus unrealistischen Erwartungen der Politik an sich selbst und des Wahlvolks an die Politik entsteht Treibstoff für weitrechte Bewegungen. Politikverdrossenheit grassiert, Politiker-Bashing avanciert zur Lieblingsbeschäftigung des Journalismus, auf digitalen Plattformen überschlagen sich die Wellen der Empörung. Und Weitrechts sammelt Zuspruch, Stimmen und Mitglieder. Unter den Mythen der Moderne sticht die Vorstellung hervor von der versagenden Politik, die als großmäulig und entscheidungsschwach bewertet wird. Ein Erklärungsversuch aus drei verschiedenen Perspektiven, (I) einem historischen Schlaglicht, (II) einer gesellschaftstheoretischen Positionierung und (III) einer Strukturanalyse, die sich von Kulissenschiebereien der politischen Kommunikation nicht ablenken lässt.














