
„Die kapitalismuskritische Linke hat die Ausarbeitung ökonomischer Alternativen zu lange vernachlässigt“, schreibt Samuel Decker in analyse & kritik. Debatten über Degrowth und Commons hätten zwar wichtige Fragen nach Wachstumszwang und bedürfnisorientiertem Wirtschaften aufgeworfen, diese jedoch nicht mit konkreten Vorschlägen verbunden, wie eine ganze Ökonomie ihre Investitionen koordinieren, ihre Versorgung sichern und ihre Finanzordnung alternativ gestalten könnte – einschließlich des Übergangs und seiner Konflikte. „Hier liegt eine gemeinsame Aufgabe für linkskeynesianische und weitergehende sozialistische Ansätze: konkrete Reformpolitik und die Entwicklung einer anderen Wirtschaftsordnung so aufeinander zu beziehen, dass aus einzelnen Eingriffen eine tragfähige Transformationsstrategie werden kann.“ Den a&k-Beitrag, der unter dem Titel „Jenseits des Standortnationalismus“ erschienen ist, dokumentiert bruchstücke hier. Vorausgegangen ist eine Rezension des Buches „Kapital und Krise“ von Tom Krebs, folgen wird eine Besprechung von Isabella Webers „Antifaschistische Wirtschaftspolitik“.
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