
Wenn Ökonomen – Frauen sind in den öffentlich wahrgenommenen Wirtschaftswissenschaften noch immer eine kleine Minderheit – sich zur Wirtschafts-,Finanz- und Steuerpolitik äussern, hört man immer wieder die gleichen Formeln: Zu viel Sozialstaat und zu viel Regulierung, zu wenig Wettbewerbsfähigkeit und zu hohe Löhne mit den Beiträgen zu den Sozialversicherungen. Kurz gefasst: Zu viel Staat, zu wenig Markt. Das Besondere an dieser Kritik ist ihre Zeitlosigkeit. Vom Lambsdorff-Papier aus dem Jahr 1982 über Lindners „Wirtschaftswende“-Papier vom November 2024 bis hin zu Kanzler Merz´ Klagen über zu wenig Arbeitsbereitschaft und zu geringe Arbeitsleistung: Immer wieder lassen sich politisch Verantwortliche von Ökonomen die gleiche Litanei aufschreiben, veröffentlichen sie unter eigenem Namen und lassen sich dann medial von ihren ghost-writern belobigen. Auch eine Form von Insider-Geschäften. Nur wenige Ökonomen, auch Ökonominnen, tanzen aus der Reihe. Tom Krebs gehört dazu
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